STORY
Wer kennt sie nicht, Lazy Susan, den grossen Drehteller auf dem Tisch im China-Restaurant?
Ihre Geschichte reicht weit zurück – allerdings nicht bis China, sondern bis ins England des 18. Jahrhunderts. Damals waren drehbare Serviertabletts, oft drei oder vier übereinander, als Dumbwaiters, stumme Diener, bekannt.
Ein Rätsel bleibt die Herkunft des Namens Lazy Susan. Manche glauben, dass Thomas Jefferson – der Verfasser der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten und ihr dritter Präsident –, sie erfunden hat. Er habe sich die faule Susanne ausgedacht, weil seine Tochter sich beschwert habe, dass sie immer als Letzte bedient werde. Andere meinen zu wissen, Lazy Susan sei ein Nebenprodukt der Erfindung des Phonografen durch Thomas Edison. Nur hatte weder Jefferson noch Edison eine Tochter, die Susan hiess, und Edisons Phonograf nutzte keine Platten auf einem Drehteller, sondern Walzen.
Tatsächlich erschien in der Dezember-Ausgabe 1917 von Vanity Fair eine Anzeige für Haushalts-Geschenkideen. Sie warb unter anderem für: «Lazy Susan, die schlaueste Kellnerin der Welt, zu Ihren Diensten!» Möglich, dass am Namen also nur ein Werbetexter schuld ist.
Lazy Susan,
die schlaueste Kellnerin
der Welt.

